Kunsthistorisch bedeutende Schenkung für das Leopold Museum: Arthur Schnitzler-Porträt von Max Oppenheimer bereichert Sammlung

17.01.2024

Das Gemälde ist ab sofort in der aktuellen Oppenheimer-Schau zu sehen!

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk erhielt das Leopold Museum Ende 2023. Eine Wiener Mäzenin ermöglichte den Ankauf des Bildnis Arthur Schnitzler von Max Oppenheimer (Wien 1885–1954 New York) aus dem Jahr 1911. Das bei Ketterer in München durch Direktor Hans-Peter Wipplinger ersteigerte Gemälde wird seit 17. Jänner in der Ausstellung Max Oppenheimer. Expressionist der ersten Stunde gezeigt. Die erfolgreiche Präsentation hat bisher rund 125.000 Besucher*innen begeistert und ist noch bis 25. Februar im Leopold Museum zu sehen. Das Werk ist das nunmehr dritte bedeutende Oppenheimer Gemälde der Sammlung des Leopold Museum, neben dem von Museumsgründer Rudolf Leopold erworbenen Bildnis Tilla Durieux (1912) und dem Selbstbildnis aus dem Jahr 1911, das ebenfalls 2023 angekauft werden konnte.

Max Oppenheimer zählt mit Richard Gerstl, Oskar Kokoschka und Egon Schiele zu den bedeutendsten österreichischen Expressionisten und war im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts einer der gefragtesten Porträtisten. Er schuf Bildnisse von Persönlichkeiten wie etwa Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse, dem Architekten Adolf Loos, dem Schriftstellerbrüderpaar Heinrich und Thomas Mann, dem Sammler Oskar Reichel, seinem Künstlerfreund Egon Schiele, des Galeristen Heinrich Thannhauser, der Komponisten Ferruccio Busoni, von Arnold Schönberg, Anton Webern u.v.m. Die Porträts befinden sich heute in so bedeutenden Museen und Institutionen wie der Pinakothek der Moderne, München, der Neuen Nationalgalerie, Berlin, dem Von der Heydt-Museum Wuppertal, dem Jüdischen Museum Berlin, der Nationalgalerie Prag, dem Belvedere, dem Wien Museum oder der Neuen Galerie in New York.

Oppenheimers Porträt von Arthur Schnitzler (Wien 1862–1931 ebd.) entstand knapp vor dem 50. Geburtstag des berühmten Schriftstellers. 1910 hatte der Dramatiker mit Das weite Land eines seiner heute bekanntesten Stücke publiziert. Das Gemälde wurde – wie auch das Selbstbildnis von 1911 – in der umfassenden Personale der Modernen Galerie von Heinrich Thannhauser in München gezeigt, die Oppenheimer zum Durchbruch verhalf. Anschließend wurde das Gemälde im Kunsthaus Zürich sowie ebenfalls 1911/12 im Kunstsalon Paul Cassirer in Berlin gezeigt. 1913 folgten Präsentationen des Werkes im Kunstverein Mannheim sowie im Kunstsalon Emil Richter in Dresden. In den folgenden Jahren befand sich das Werk in Privatsammlungen und ist nun erstmals nach 110 Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich.

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